Projektwoche zu Nationalsozialismus und Holocaust

Ein fundiertes Wissen um den Nationalsozialismus, seine Funktionsweisen und Mechanismen und insbesondere um seine menschenverachtende, ausgrenzende und eliminatorische Ideologie ist für das Leben in Deutschland unerlässlich. Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlt jedoch häufig der Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus einschließlich seiner Verbrechen. Hier bietet eine Gedenkstättenfahrt einerseits die Möglichkeit, Wissen anschaulich zu vermitteln, andererseits eröffnet sie Wege für entdeckendes Lernen und eigenständiges Forschen, die zu selbstständig entwickelten Erkenntnissen führen können. Im schulischen Kontext ist der Besuch von Gedenkstätten allerdings mitunter nur dürftig eingebunden. Mit unserem Projekt wollen wir Schulen und andere Akteure unterstützen, ihre Schüler*innen umfassend für die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen zu sensibilisieren.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, durch historisches Lernen Kenntnisse zu den Themen Antisemitismus, Nationalsozialismus und Holocaust zu vermitteln und zu vertiefen sowie Formen von Gedenk- und Erinnerungskultur zu diskutieren.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Schüler*innen und junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren.

Inhalt

Das Projekt hat einen zeitlichen Umfang von fünf Tagen und beinhaltet eine umfassende schwerpunktmäßige Vor- und Nachbereitung sowie eine dreitägige Exkursion in die Gedenkstätte Theresienstadt und die Prager Josefstadt.

Programmablauf

  • Tag 1: Workshop zur historischen Judenfeindschaft, Judenverfolgung und Vernichtungspolitik
  • Tag 2: Besichtigung des ehemaligen Ghettos und Konzentrationslagers Theresienstadt
  • Tag 3: Workshop der Pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte, Zeitzeug*innengespräch und Gedenkveranstaltung
  • Tag 4: Besichtigung des ehemaligen jüdischen Viertels von Prag
  • Tag 5: Workshop zu Erinnerungskultur und Antisemitismus nach 1945

Förderer und Unterstützer