Dokumentationsarchiv Ressentiment und Gewalt

Das Projekt soll menschenverachtende Geschehnisse im Tatbereich Rassismus, Antisemitismus und neonazistische Ideologie in den Räumen Nordsachsen, Landkreis Leipzig und Stadt Leipzig auf einer digitalen Plattform dokumentieren und analysieren. Verwendet werden soll dabei eine innovative Karte, mittels derer weitreichende und tiefe Einblicke in die sächsischen Verhältnisse gewonnen werden können, die einer erfolgreichen Integration von Asylsuchenden und Migrant_innen, vor allem aber einem friedlichen und demokratischen Leben aller Menschengruppen diametral entgegen stehen.

Die bisherige Arbeit von lokalen Organisationen und Initiativen, wie Beratungsstellen oder anderen Dokumentationsprojekten, soll solidarisch unterstützt und ihr Informations,- Aufklärungs- und Präventionsangebot für die Öffentlichkeit verbessert werden.

Die Plattform kann in vielfältiger Hinsicht neue Erkenntnisse und Einblicke in neonazistische Strukturen und Ideologien sowie zu den Zusammenhängen und Folgen rassistischer und antisemitischer Gewalttaten liefern, weil sie einen einfachen Zugang gewährleistet und bei ihrer Nutzung in kürzester Zeit adäquate Eindrücke gewonnen werden können, die der Beschäftigung eines größtmöglichen Zielpublikums dienlich sind und sonst im Verborgenen bleiben.

Ziel ist die umfassende Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu den Ausmaßen, Formen und Konsequenzen rassistischer und antisemitischer Taten in Leipzig und Umgebung sowie den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Mechanismen und (anti-)sozialen Dynamiken. So werden Wissen und Kenntnisse vermittelt, die sich nachhaltig positiv auf die gesellschaftliche Akzeptanz von verschiedenen Lebensentwürfen auswirken sowie kritisch mit den ungleichen Lebensrealitäten verschiedener Bevölkerungsgruppen auseinandersetzen.

Die Erfassung erfolgt sortiert und chronologisch (zunächst) für die Jahre 2017 und 2018. Die Darstellung erfolgt auf einer interaktiven Karte sowie in einer Chronik mit Hintergrundinformationen. Die zentralen Erkenntnisse aus den Jahren 2017 und 2018 sind in einem Ergebnisbericht dokumentiert.

Gefördert und unterstützt durch: