Die Geschichte der Josephstraße 7

Jüdisches Leben in Leipzig hat eine bis ins Mittelalter zurückreichende Geschichte. Die Leipziger jüdische Gemeinde, einst die sechstgrößte Deutschlands, zählte 1933 etwa 12.000 Mitglieder. Nach der systematischen Verfolgung und Ermordung der nach der nationalsozialistischen Rassenideologie als jüdisch identifizierten Bürger:innen waren von der einstigen Großgemeinde gerade einmal 24 Personen übriggeblieben. Die Lücke, die der Holocaust in die deutsche Gesellschaft geschlagen hat, wirkt noch bis heute fort.

Der Gedenkort Josphstraße 7 in Leipzig-Lindenau ist ein Zeugnis dieser Lücke. Auf Tafeln aus Glas finden sich spärliche Erinnerungsspuren an die jüdische Eigentümerfamilie und die jüdische Familie, die hier wohnte. Der Dokumentarfilm „Sie bringen mich weg. Ich weiß nicht wohin.“ erzählt vom Schicksal der Familien Reiter und Lotrowsky. Es ist eine Geschichte von Entrechtung, Vertreibung, Enteignung und Ermordung – und vom Widerstand gegen das Vergessen.

Hier geht's zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zbC_RI-7MH8

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Diese Maßnahme wurde mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.