Bereits seit 2021 arbeiten wir mit Grundschulkindern zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Trotz der aktuellen Veränderungen konnten wir in diesem Jahr eine Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für unser Projekt erhalten.
Mit dem Projekt wollen wir Grundschulkinder frühzeitig für die Geschichte des Nationalsozialismus, den Holocaust und die Mechanismen sowie Auswirkungen des Antisemitismus sensibilisieren. Im Mittelpunkt steht ein altersgerechter Zugang, der die Kinder weder emotional noch kognitiv überfordert und dennoch die historischen Fakten nicht bagatellisiert.
Zu unseren Zielen für dieses Jahr gehören die Organisation und Durchführung von dreitägigen Workshops in zehn Leipziger Grundschulklassen sowie die Überarbeitung und Aktualisierung unseres Konzepts und unserer Materialien. Dabei wollen wir den Schwerpunkt auf die bessere Unterstützung von Kindern mit Leseschwierigkeiten legen. Das heißt konkret: weniger und kürzere Texte sowie mehr bildgestütztes Material.
Vor diesem Hintergrund ist geplant, die für die Grundschulworkshops aufbereiteten Lebensgeschichten jüdischer Kinder aus Leipzig als Graphic Novels zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck organisieren wir vom 27. bis 31. Juli 2026 eine Kreativwerkstatt für Jugendliche ab 14 Jahren. In dieser verbinden wir historisches Lernen mit kreativer Selbsttätigkeit und ermöglichen den Jugendlichen so, sich aktiv und gestalterisch mit Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Darüber hinaus haben wir uns eine stärkere Vernetzung mit anderen Trägern der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung sowie des antisemitismuskritischen Engagements zum Ziel gesetzt. Wir möchten unsere Erfahrungen in der Holocaust Education mit Grundschulkindern teilen und die Perspektiven anderer Aktiver aufnehmen, um auszuloten, wie eine Verstetigung, Übertragung und Weiterentwicklung unseres Projekts in Zukunft aussehen könnte.
Das Projekt wird 2026 im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Das Projekt wird außerdem unterstützt durch die abriporta Stiftung, die Hertie-Stiftung, die Berthold Leibinger Stiftung sowie die Kurt und Hildegard Löwenstein/Losten Stiftung.



